Studium

Im Zentrum unserer Arbeit steht Improvisation als eigenständige Kunstform   und permanente Begegnung mit dem Unvorhersehbaren.                                               Dabei wollen wir nicht nur Traditionen der Improvisation aufgreifen und weiterentwickeln, sondern zeitgemäße Musik erfinden, spielen und hören.

Masterstudium Improvisation

Bachelorstudiengang Tanzimprovisation/Ballettkorrepetition

Lehrbefähigung für Improvisation

Für alle Studenten werden folgende Improvisationfächer fakultativ angeboten:

-Einzel- und Gruppenimprovisation (für Instrumentalisten und Sänger)

-Improvisationsmethodik

-Stummfilmimprovisation

-Live Elektronik

Zur Geschichte

Seit 1991 besteht an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig die Arbeitsgruppe Improvisation (jetzt: Fachgebiet Improvisation), welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, Traditionen der Improvisation, wie Emil Jaques Dalcroze in Hellerau, Mary Wigman und Gret Palucca in Dresden, oder Günter Ramin und Robert Köbler in Leipzig, aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Dies begann in den 70er Jahren mit Improvisationsgruppen für alle Instrumente und Gesang; ein Fach, das von Prof. Dr. Peter Jarchow parallel zum Unterricht in Ballettkorepetition eingeführt wurde. Die Beziehung zum Tanz  ist immer ein wichtiges Element in der Improvisationsausbildung geblieben: Gemeinsame Improvisationskonzerte und -projekte, der Winterkurs für Improvisation an der Palucca Schule Dresden, der Studiengang Ballettkorrepetition und die gemeinsamen Palucca Wochen auf Hiddensee und Sylt legen davon Zeugins ab. Ab 1991 bekam Improvisation einen eigenen Studiengang mit Diplomabschluss, der inzwischen ein zweijähriger Masterstudiengang ist. Dabei liegen die Schwerpunkte der Ausbildung gleichermassen auf künsterischen wie auf pädagogischen Gebiet: improvisatorischer Einzel- und Gruppenunterricht werden durch Methodik des Improvisationsunterrichtes  und Lehrpraxis ergänzt.

Zum Begriff Improvisation

  • im allgemeinen Sprachgebrauch unvermutetes, unvorbereitetes, im lat. Wortsinne unvorhergesehenes Handeln; genauer:eine Handlung die in wesentlichen Aspekten als unvorhergesehen erscheint
  • Musikalische Improvisation im engeren Sinne unterscheidet sich von traditionell fixierter Komposition dadurch, daß mindestens ein primärer Parameter od. Zeitordnung nicht exakt vorhersehbar ist.
  • im weiteren Sinn bezieht sich der Begriff der Improvisation auf die
    Unerwartetheit oder Unerwartbarkeit von Ereignissen.
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